weißes, geschmolzenes Aluminiumoxid-Strahlmittel

Weißes Schmelzaluminiumoxid (WFA), auch bekannt als weißes Schmelzaluminiumoxid, ist ein hochreines, synthetisches Strahlmittel, das durch Elektroschmelzen von hochwertigem Industriealuminiumoxid (Al₂O₃ ≥ 99 %) in einem Elektrolichtbogenofen bei Temperaturen über 2000 °C hergestellt und anschließend zerkleinert, gesiebt und klassiert wird. Es ist eines der am häufigsten verwendeten Strahlmittel in der Oberflächenbehandlung und wird aufgrund seiner außergewöhnlichen Härte, chemischen Inertheit und gleichmäßigen Partikelgrößenverteilung geschätzt – wodurch es sich ideal für eine Vielzahl von Strahlverfahren eignet (z. B. Sandstrahlen, Kugelstrahlen).
Physikalische Eigenschaften
Härte: Mikro 21600-22600 kg/mm³
Härte: Mohs 9,0 Min.
Spezifisches Gewicht 3,95–3,97 g/cm³
Schüttdichte 1,65–2,05 g/cm³
Partikelform Blockig, scharf
Farbe Weiß
Chemische Zusammensetzungen
Al2O3 99,40 Min.
SiO2 0,15max
Na2O 0,28max
Fe2O3 0,06max
Hoch 0,03max

Kerneigenschaften für Sprenganwendungen

Aufgrund seiner inhärenten Eigenschaften ist WFA im Vergleich zu natürlichen Strahlmitteln (z. B. Quarzsand, Granat) und anderen geschmolzenen Strahlmitteln (z. B. braunem Schmelztonerde) ein überlegenes Strahlmittel. Wichtigste Leistungsmerkmale:
  1. Hohe Härte und Verschleißfestigkeit : Mohs-Härte von 9,0 (nur Diamant und kubisches Bornitrid weisen eine höhere Härte auf), Vickers-Härte von 1800–2200 HV. Es behält beim Strahlen scharfe Schneidkanten, was einen effizienten Materialabtrag und eine lange Standzeit (geringer Abrasivmittelverbrauch) ermöglicht.
  2. Hohe Reinheit : Al₂O₃-Gehalt ≥ 99 % (Beschichtungs-/Strahlqualität), geringe Gehalte an Fe₂O₃, SiO₂ und TiO₂. Freie Kieselsäure wird vermieden, wodurch das Risiko einer Silikose und eine chemische Kontamination der Werkstückoberfläche verhindert werden.
  3. Kontrollierte Partikelform : Erhältlich in kantiger (Standard für das Strahlen) und subkantiger Partikelform. Kantige Partikel sorgen für eine aggressive Schneidwirkung und schnelles Oberflächenprofilieren, während subkantige Varianten ein schonenderes Strahlen für eine feinere Oberflächenbearbeitung ermöglichen.
  4. Chemische Inertheit : Beständig gegen Säuren, Laugen und die meisten organischen Lösungsmittel. Reagiert nicht mit der Werkstückoberfläche (geeignet für Edelstahl, Aluminium, Kupfer und Nichteisenmetalle) und hinterlässt keine korrosiven Rückstände.
  5. Niedrige Schüttdichte und einheitliche Partikelgröße : Schüttdichte von 1,5–1,8 g/cm³, mit strenger Partikelgrößenklassifizierung (entspricht ISO-, ANSI- und FEPA-Normen). Gewährleistet eine gleichmäßige Strahlabdeckung, eine konsistente Oberflächenrauheit (Ra/Rz) und minimale Staubentwicklung.
  6. Thermische Stabilität : Schmelzpunkt von ca. 2250℃, keine thermische Zersetzung oder Erweichung beim Hochgeschwindigkeitsstrahlen, wodurch die abrasive Leistung auch in Hochtemperatur-Arbeitsumgebungen erhalten bleibt.

Wichtigste Strahlanwendungen

Weißes Schmelztonerde ist ein vielseitiges Strahlmittel zur Oberflächenvorbereitung, Reinigung, zum Entgraten und zur Endbearbeitung in der Luft- und Raumfahrt, der Automobilindustrie, der Metallverarbeitung, der Elektronikindustrie und der Feinmechanik. Typische Anwendungsfälle:

1. Oberflächenvorbereitung (Vorbeschichtung/Vorplattierung)

Die Hauptanwendung besteht darin, eine gleichmäßige, griffige Oberfläche auf Metallsubstraten (Stahl, Edelstahl, Aluminium, Titan) zu erzeugen, um die Haftung von Farben, Beschichtungen, Pulvern und Plattierungen zu verbessern. Rost, Zunder, Walzzunder und Ölverunreinigungen werden entfernt, ohne das Grundmaterial zu beschädigen.

2. Entgraten und Entblechen

Entfernt Grate, Spritzgussgrate und scharfe Kanten von Gussteilen, Schmiedeteilen, bearbeiteten Teilen und Druckgusskomponenten (z. B. Automobilteile, Befestigungselemente für die Luft- und Raumfahrt, elektronische Bauteile). Die scharfkantigen Partikel durchtrennen Grate effizient und erhalten dabei die Maßgenauigkeit des Werkstücks.

3. Oberflächenveredelung und Polieren

Feinkörniges Strahlmittel (Mikron-/Feinmaschenqualität) wird für die präzise Oberflächenbearbeitung eingesetzt und erzielt eine glatte, gleichmäßige matte oder satinierte Oberfläche auf Edelstahl, Aluminium und dekorativen Metallteilen (z. B. Küchenutensilien, Architekturmetall, Schmuck). Es ersetzt herkömmliches Schmirgelpapier bei automatisierten Strahlverfahren.

4. Entkalkung und Rostentfernung

Entfernt effizient Rost, Zunder und Verfärbungen durch Wärmebehandlung von Metalloberflächen (z. B. Stahlrohre, Baustahl, Schiffsbauteile). Da keine Korrosionsrückstände entstehen, ist in den meisten Fällen keine chemische Nachreinigung nach dem Strahlen erforderlich.

5. Präzisionsstrahlen (Mikrostrahlen)

Ultrafeine WFA-Pulver werden beim Mikrostrahlen empfindlicher Bauteile (z. B. Halbleiterwafer, medizinische Geräte, elektronische Steckverbinder) eingesetzt, um Mikroverunreinigungen zu entfernen oder Oberflächenstrukturen im Mikromaßstab zu erzeugen, ohne die Oberfläche zu beschädigen.
Vorteile gegenüber anderen Strahlmitteln
Strahlmittel Wichtigste Einschränkungen Vorteile von weißem Schmelzaluminiumoxid
Quarzsand Freies Siliziumdioxid (Gesundheitsrisiko), weich (schneller Verschleiß), ungleichmäßige Partikelgröße, hinterlässt Rückstände Siliziumdioxidfrei, hohe Härte (lange Lebensdauer), gleichmäßige Körnung, keine korrosiven Rückstände
Granat Geringe Härte (geringe Schneidleistung), hohe Schüttdichte (hohe Staubentwicklung), begrenzte Partikelformen Schärfere Schneidwirkung, geringere Staubentwicklung, einstellbare Partikelform (winklig/subwinklig)
Braunes Schmelzaluminiumoxid (BFA) Hoher Eisengehalt (verursacht Oberflächenverunreinigungen), geringere Reinheit 99 % Al₂O₃ (keine Verunreinigungen), geeignet für Edelstahl/Nichteisenmetalle
Glasperlen Geringe Materialabtragsrate, nur zum Kugelstrahlen/Feinschleifen geeignet (kein Profilieren) Effizientes Profilieren + Veredeln, doppelt einsetzbar für Vorbereitung und Veredelung
Kunststoff-Schleifmittel Weich (nur für die schonende Reinigung), kältebeständig Hohe Verschleißfestigkeit, geeignet für anspruchsvolle und hochtemperierte Strahlanwendungen.

Wichtige Tipps für Handhabung und Anwendung

Um die Strahlleistung zu maximieren, die Standzeit des Strahlmittels zu verlängern und die Werkstückqualität zu gewährleisten, beachten Sie bitte folgende Richtlinien für die Verwendung von WFA als Strahlmittel:
  1. Die richtige Körnung für Werkstück und Anforderung wählen: Wählen Sie die passende Partikelgröße anhand der Strahlintensität – zu großes Strahlmittel verursacht Oberflächenlochbildung, während zu kleines Strahlmittel zu geringer Effizienz und ungleichmäßiger Oberflächengüte führt.
  2. Strahlparameter einhalten : Luftdruck (60–100 psi für allgemeine Strahlverfahren), Düsenabstand (10–30 cm) und Strahlwinkel (45–60°) kontrollieren, um Überstrahlen oder Beschädigung des Untergrunds zu vermeiden (kritisch bei weichen Metallen wie Aluminium).
  3. Verwenden Sie trockene Druckluft : Stellen Sie sicher, dass die Druckluftzufuhr trocken und ölfrei ist – Feuchtigkeit führt dazu, dass WFA-Partikel verklumpen, was die Strahlleistung verringert und Wasserflecken auf der Werkstückoberfläche hinterlässt.
  4. Verbrauchtes Filtermaterial filtern und wiederverwerten : Verwenden Sie ein Filtermaterial-Rückgewinnungsgerät, um nutzbare WFA-Partikel von Staub und Feinstaub zu trennen. Das zurückgewonnene Filtermaterial kann wiederverwendet werden (3–5 Mal bei mittleren Körnungen), wodurch Materialkosten und Abfall reduziert werden.
  5. Persönliche Schutzausrüstung (PSA) : Auch bei geringer Staubentwicklung sollten Sie eine zertifizierte Strahlmaske, eine Schutzbrille, einen Strahlanzug und Handschuhe tragen, um das Einatmen von abrasiven Partikeln und Haut-/Augenreizungen zu vermeiden.
  6. Reinigung nach dem Strahlen : Das Werkstück leicht mit trockener, ölfreier Luft abblasen, um restlichen WFA-Staub zu entfernen – für die meisten Beschichtungs-/Plattierungsanwendungen ist keine weitere chemische Reinigung erforderlich (dank der chemischen Inertheit von WFA).

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